5 Fantasy-Serien für Abende ohne neuen Game-of-Thrones-Film
Bis der angekündigte Game-of-Thrones-Film 2029 startet, vergehen noch Jahre – diese fünf Serien überbrücken die Wartezeit.
Ein Game-of-Thrones-Film soll 2029 kommen. Bis dahin sind es noch mehr als drei Jahre. Wer die Ankündigung als Anlass nimmt, mal wieder in eine große Fantasy-Welt einzutauchen, muss nicht warten. Es gibt genug Stoff, der die Zeit füllt.
Game of Thrones noch einmal von vorne
Klingt banal, ist aber ein legitimer Vorschlag. Die Serie ist über zehn Jahre alt, viele Details sind verblasst. Wer die erste Staffel noch einmal schaut, merkt, wie viel politisches Kleinklein am Anfang steht, bevor die Drachen und Weißen Wanderer die Handlung übernehmen. Ein Rewatch lohnt sich vor allem, weil man Zusammenhänge erkennt, die beim ersten Mal untergegangen sind.
House of the Dragon
Das Prequel spielt rund 200 Jahre vor Game of Thrones und erzählt vom Niedergang des Hauses Targaryen. Wer die Bücher von George R. R. Martin nicht kennt, bekommt hier trotzdem eine in sich geschlossene Geschichte über Erbfolge, Familienintrigen und einen Krieg, der als Tanz der Drachen bekannt ist. Die Serie ist deutlich politischer als ihr Vorgänger und braucht etwas Geduld, bevor der Konflikt richtig anzieht.
The Witcher
Basierend auf den Romanen von Andrzej Sapkowski und den gleichnamigen Videospielen, folgt die Serie dem Monsterjäger Geralt von Riva durch eine Welt voller Politik, Magie und moralischer Grauzonen. Wer eher düstere, erwachsene Fantasy sucht statt Hofintrigen, ist hier richtig. Die Erzählstruktur springt zu Beginn zwischen Zeitebenen, was nicht jedem gefällt – wer dranbleibt, bekommt aber eine der dichtesten Fantasy-Welten im Streaming-Angebot.
Vikings
Kein Fantasy im engeren Sinn, aber thematisch nah an Game of Thrones: Machtkämpfe, Verrat, Schlachten, eine raue Welt ohne einfache Helden. Vikings erzählt lose an historischen Ereignissen orientiert vom Aufstieg Ragnar Lothbroks und seiner Familie. Wer an Game of Thrones vor allem die politischen Intrigen und die brutale Konsequenz mochte, findet hier ähnliches Terrain, nur ohne Drachen.
The Wheel of Time
Basierend auf der Romanreihe von Robert Jordan, geht es um eine Gruppe junger Menschen, die in einen jahrtausendealten Kampf zwischen Licht und Dunkelheit hineingezogen werden. Die Serie hat einen komplexeren Weltenbau als die meisten Konkurrenten und braucht ein paar Folgen Anlaufzeit. Wer sich auf ausführliches Worldbuilding einlässt, statt schnelle Antworten zu erwarten, wird gut unterhalten.
Was die fünf Serien gemeinsam haben
Alle fünf Serien setzen auf große Ensembles, mehrere parallele Handlungsstränge und Welten, die über mehrere Staffeln wachsen. Das ist auch ihr größter Unterschied zu klassischen Fantasy-Filmen: Man braucht Zeit, um sich einzufinden. Die erste Folge oder Staffel liefert selten alle Antworten, dafür aber die Grundlage für alles, was danach kommt.
Wer wenig Zeit hat, sollte nicht mit The Wheel of Time oder The Witcher anfangen – beide brauchen ein paar Folgen, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. House of the Dragon und Vikings sind im Vergleich zugänglicher, weil die zentralen Konflikte schneller klar werden.
Und was ist mit dem Game-of-Thrones-Film?
Zum angekündigten Film selbst gibt es noch keine belastbaren Details zu Handlung, Besetzung oder Starttermin im engeren Sinn – nur die Ankündigung, dass er 2029 kommen soll. Bis dahin bleibt viel Raum für Spekulation, aber wenig für konkrete Erwartungen. Wer die Wartezeit sinnvoll nutzen will, kommt ohnehin nicht daran vorbei, sich noch einmal durch die bestehenden Serien zu arbeiten – allein schon, um bei einem möglichen Film die Anspielungen zu verstehen.
Fantasy-Serien dieser Größenordnung erscheinen selten, und wenn, dann mit langer Vorlaufzeit. Wer jetzt einsteigt, hat mit den fünf genannten Serien reichlich Material für viele Abende – und ist beim Filmstart bestens vorbereitet.