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6 Stephen-King-Serien für einen Grusel-Serienabend

Mike Flanagan verfilmt Carrie als Serie für Prime Video. Ein Anlass, sechs bestehende Stephen-King-Serien vorzustellen, die einen Serienabend füllen.

· 3 Min. Lesezeit

Mike Flanagan, bekannt für Serien wie The Haunting of Hill House, arbeitet an einer achtteiligen Serienadaption von Stephen Kings Carrie für Prime Video. Bis die Serie tatsächlich läuft, wird noch Zeit vergehen. Wer die Wartezeit sinnvoll nutzen will, findet im bestehenden Stephen-King-Serienkosmos genug Stoff für mehrere Abende. Hier sind sechs Serien, die auf seinen Büchern basieren und unterschiedliche Stimmungen bedienen.

Castle Rock

Castle Rock spielt in der fiktiven Kleinstadt, die in vielen King-Romanen als Schauplatz auftaucht. Statt eine einzelne Geschichte zu verfilmen, verknüpft die Serie Figuren und Motive aus mehreren Büchern zu einer eigenen Handlung. Das macht sie interessant für Leute, die King schon kennen, funktioniert aber auch ohne Vorwissen. Zwei Staffeln sind entstanden, jede mit einer in sich geschlossenen Geschichte.

The Outsider

Diese Serie verbindet einen klassischen Kriminalfall mit übernatürlichen Elementen. Ein Mord wird untersucht, die Beweislage widerspricht sich, und die Ermittler stoßen auf etwas, das sich rational nicht erklären lässt. Wer Krimis mag, aber auch eine unheimliche Komponente sucht, findet hier eine gute Mischung. Das Tempo ist bewusst langsam, was manchen zu zäh sein kann.

Mr. Mercedes

Mr. Mercedes ist von den hier genannten Serien die bodenständigste. Es geht um einen pensionierten Ermittler, der einen Massenmörder jagen will, der bei der Polizei als ungelöster Fall gilt. Kein Übernatürliches, dafür ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei Figuren, die sich gegenseitig immer besser kennenlernen. Drei Staffeln sind erschienen.

11.22.63

Eine Zeitreise-Serie mit einem klaren Ziel: Ein Lehrer reist zurück in die Vergangenheit, um die Ermordung von John F. Kennedy zu verhindern. Die Serie nimmt sich Zeit für die Frage, was passiert, wenn man versucht, die Geschichte zu ändern, und was das mit der Hauptfigur macht. Sie ist als Miniserie angelegt, also mit klarem Anfang und Ende, ohne offenen Fortsetzungsanspruch.

Chapelwaite

Basierend auf der Kurzgeschichte Jerusalem's Lot erzählt Chapelwaite von einer Familie, die ein altes Anwesen in Maine erbt und dort auf etwas Bedrohliches stößt. Die Serie ist düsterer und atmosphärischer als viele andere King-Adaptionen, mit weniger Tempo und mehr Fokus auf Stimmung. Wer es lieber schnell mag, wird hier nicht glücklich.

Under the Dome

Eine Kleinstadt wird plötzlich von einer unsichtbaren Kuppel eingeschlossen, ohne Erklärung. Die Serie untersucht, wie die Bewohner unter diesem Druck reagieren, welche Konflikte entstehen und wer versucht, die Lage für sich zu nutzen. Die Grundidee ist stark, auch wenn die Serie im Verlauf mehrerer Staffeln nicht durchgehend das gleiche Niveau hält wie am Anfang.

Was diese Serien gemeinsam haben

Alle sechs Serien haben eins gemeinsam: Sie funktionieren auch ohne das jeweilige Buch gelesen zu haben. King selbst hat die Bücher meist nicht selbst adaptiert, sondern anderen Autorinnen und Autoren die Übersetzung in ein Serienformat überlassen. Das erklärt, warum sich die Tonalität stark unterscheidet, von langsamem Grusel bis geradlinigem Krimi.

Für die Carrie-Serie von Mike Flanagan bedeutet das: Er hat mit Hill House, Midnight Mass und The Fall of the House of Usher bereits gezeigt, wie er mit übernatürlichen Stoffen umgeht. Seine Serien nehmen sich Zeit für Figuren, bevor der Horror einsetzt. Wer diesen Stil mag, sollte sich seine früheren Arbeiten ansehen, während man auf Carrie wartet.

Wo ihr die Serien findet

Die Verfügbarkeit der genannten Serien ändert sich immer wieder, je nachdem, welche Rechte gerade wo liegen. Ein Blick in eine Streaming-Suchmaschine oder direkt in die Kataloge der großen Anbieter lohnt sich, bevor man sich auf eine bestimmte Plattform festlegt. Wer öfter nach Serien sucht, profitiert davon, sich eine solche Suche zur Gewohnheit zu machen, statt bei jedem Anbieter einzeln nachzuschauen.

Für wen sich der Einstieg lohnt

Wer bislang nur Kings große Kinoverfilmungen kennt, etwa Es oder The Shining, bekommt mit diesen Serien einen anderen Zugang zu seinem Werk. Serien haben mehr Zeit, Figuren und Nebenhandlungen aufzubauen, was bei King oft ein zentraler Teil der Geschichte ist. Wer schnelle Schockmomente sucht, ist mit den Filmen besser bedient. Wer sich auf eine längere Erzählung einlassen will, findet in den Serien mehr Substanz.

Bis Carrie als Serie tatsächlich verfügbar ist, bleibt genug Zeit, sich durch diese sechs Titel zu arbeiten. Keine davon braucht Vorwissen über die literarische Vorlage, und jede bedient eine andere Stimmung zwischen Krimi, Drama und klassischem Grusel.

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