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Acht Serienarten, die sich zum Nebenbeischauen eignen

Diese acht Serienformate laufen nebenbei, ohne dass man den Faden verliert – von Sitcom bis Doku-Reihe.

· 3 Min. Lesezeit

Nicht jede Serie eignet sich zum Nebenbeischauen. Manche verlangen volle Aufmerksamkeit, sonst verliert man den Anschluss. Andere laufen im Hintergrund, während man kocht, aufräumt oder am Handy ist, und man versteht trotzdem alles. Hier sind acht Formate, die für den zweiten Fall gemacht sind.

1. Sitcoms mit abgeschlossenen Folgen

Klassische Sitcoms erzählen in jeder Folge eine eigene Geschichte. Es gibt keinen großen Handlungsbogen, den man mitverfolgen muss. Wenn man zwischendurch fünf Minuten verpasst, versteht man trotzdem, worum es geht. Genau das macht sie ideal für den Feierabend ohne volle Konzentration.

2. Koch- und Backshows

Koch- und Backformate funktionieren fast wie Radio mit Bild. Man hört zu, schaut hin und wieder auf, sieht ein fertiges Gericht und weiß sofort, wo man steht. Es gibt selten eine Story, die man verpassen könnte, und das ist bei dieser Art von Sendung kein Nachteil.

3. Comedy-Panelshows

Panelshows mit mehreren Gästen, die über aktuelle Themen witzeln, brauchen keine Vorgeschichte. Jede Folge steht für sich, und die Gespräche sind so aufgebaut, dass man auch beim Wiedereinsteigen sofort mitkommt. Für einen Abend, an dem man nicht wirklich mitdenken will, passt das gut.

4. Episodische Krimiserien

Es gibt einen Unterschied zwischen Krimiserien mit einem Fall pro Folge und solchen mit einer durchgehenden Ermittlung über die ganze Staffel. Für Nebenbeischauen eignet sich die erste Variante deutlich besser. Der Fall wird eröffnet, ermittelt, gelöst, fertig. Man kann eine Folge auslassen und in der nächsten trotzdem folgen.

5. Animationsserien für Erwachsene

Viele Animationsserien für ein erwachsenes Publikum sind bewusst episodisch aufgebaut, oft mit wiederkehrenden Figuren, aber ohne komplexe Fortsetzungsgeschichte. Das erlaubt es, eine Folge zu schauen, ohne sich an die letzten zehn erinnern zu müssen.

6. Doku-Reihen ohne große Erzählklammer

Doku-Reihen, die einzelne Themen, Orte oder Personen in jeder Folge neu behandeln, sind gut geeignet, wenn man nebenbei etwas lernen, aber nichts nachschlagen will. Anders als bei True-Crime-Serien mit einem durchgehenden Fall braucht man hier keinen roten Faden im Kopf zu behalten.

7. Realityshows mit Wettbewerbscharakter

Formate, in denen Kandidatinnen und Kandidaten in jeder Folge eine neue Aufgabe lösen, sind leicht zu verfolgen, auch wenn man eine Folge übersprungen hat. Man erkennt schnell, wer noch dabei ist, und der Ablauf wiederholt sich von Folge zu Folge, was das Wiedereinsteigen erleichtert.

8. Late-Night- und Talkformate

Talk- und Late-Night-Sendungen sind von Natur aus für den nebenbei-Konsum gemacht. Sie laufen ursprünglich im Fernsehen als Begleitprogramm zum Abend, und diese Funktion behalten sie auch im Stream. Kein Spannungsbogen, keine Cliffhanger, einfach Gespräche und kurze Beiträge.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Der gemeinsame Nenner dieser acht Formate: Sie verlangen keine durchgehende Aufmerksamkeit über mehrere Folgen hinweg. Wer eine Serie mit komplexer Handlung, vielen Figuren und offenen Fäden nebenbei laufen lässt, verliert schnell den Überblick und schaut am Ende doch wieder konzentriert hin, weil sonst nichts mehr Sinn ergibt.

Ein zweites Kriterium ist die Folgenlänge. Kürzere Episoden von etwa 20 bis 30 Minuten lassen sich leichter in einen Abend mit anderen Aktivitäten einbauen als Folgen von einer Stunde oder mehr. Man kann eine Folge zwischen zwei Aufgaben schauen, ohne mittendrin pausieren zu müssen.

Drittens hilft es, wenn eine Serie schon länger läuft oder abgeschlossen ist. Bei laufenden Serien mit wenigen verfügbaren Folgen ist man schneller durch, als einem lieb ist, und sucht dann doch wieder aktiv nach dem nächsten Programm. Formate mit vielen Staffeln bieten dagegen genug Material für mehrere Wochen, ohne dass man sich neu orientieren muss.

Am Ende ist Nebenbeischauen kein Widerspruch zu gutem Fernsehen. Es ist einfach eine andere Nutzungsart, für die manche Formate besser gebaut sind als andere. Wer das beim Aussuchen berücksichtigt, muss abends nicht lange überlegen, was laufen soll, und ärgert sich hinterher nicht darüber, die halbe Handlung verpasst zu haben.

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