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Krimi-Serien mit starken Ermittlerinnen für den Serienabend

Fünf Krimi-Serien mit weiblichen Hauptfiguren, die mehr bieten als die übliche Ermittlerroutine.

· 2 Min. Lesezeit

Wer abends eine Krimi-Serie sucht, landet oft bei denselben männlichen Einzelgänger-Figuren. Dabei gibt es genug Serien, in denen Frauen die Ermittlungen führen und die Geschichten tragen. Hier sind fünf Vorschläge für den nächsten Serienabend.

Warum Ermittlerinnen im Krimi oft spannender erzählt sind

Viele Krimi-Serien mit weiblichen Hauptfiguren brechen mit dem klassischen Muster des zerrissenen Einzelkämpfers. Statt Alkoholproblem und gescheiterter Ehe stehen Beziehungen zu Kolleginnen, Familie oder dem eigenen Team im Vordergrund. Das verändert den Ton: weniger Pose, mehr Beobachtung.

1. Happy Valley

Sarah Lancashire spielt eine Polizistin in Yorkshire, die mit einem alten Fall nicht abschließen kann. Die Serie verzichtet auf Hochglanz-Optik und erzählt stattdessen sehr direkt von Gewalt, Sucht und familiären Abhängigkeiten. Drei Staffeln, die sich nicht in die Länge ziehen.

2. Mare of Easttown

Kate Winslet ermittelt in einer heruntergekommenen Kleinstadt in Pennsylvania, während ihr eigenes Leben auseinanderfällt. Die Serie nimmt sich Zeit für Nebenfiguren und Lokalkolorit, bevor der eigentliche Fall an Tempo gewinnt. Wer Wert auf Atmosphäre statt schnelle Wendungen legt, ist hier richtig.

3. Unbelievable

Eine Mini-Serie über zwei Ermittlerinnen, die einen Fall sexualisierter Gewalt aufklären, der von der Polizei zunächst falsch eingeschätzt wurde. Die Serie ist ruhig erzählt und verzichtet auf reißerische Darstellung. Acht Folgen, die sich an einem Abend oder zwei durchschauen lassen.

4. The Fall

Gillian Anderson ermittelt in Belfast gegen einen Serienmörder, dessen Perspektive die Serie parallel zeigt. Das macht den Thriller unbequemer als übliche Katz-und-Maus-Geschichten, weil man als Zuschauer immer weiß, wer der Täter ist. Der Fokus liegt auf der Ermittlungsarbeit, nicht auf der Überraschung.

5. Top of the Lake

Elisabeth Moss spielt eine Kriminalbeamtin, die in ihre Heimatstadt in Neuseeland zurückkehrt, um das Verschwinden eines Mädchens aufzuklären. Die Serie verbindet Krimi-Elemente mit einer dichten Milieuschilderung und nimmt sich für beides Platz. Jane Campion führt Regie, was man an der Bildsprache merkt.

Was diese Serien gemeinsam haben

Keine der fünf Serien setzt auf schnelle Wendungen am Ende jeder Folge. Stattdessen stehen Figuren und ihr Umfeld im Mittelpunkt, der Fall entwickelt sich langsamer. Das macht sie weniger geeignet für nebenbei, aber dafür für einen Abend, an dem man sich wirklich auf eine Geschichte einlassen will.

Für die Auswahl beim nächsten Serienabend lohnt sich ein Blick auf die Stimmung: Happy Valley und Mare of Easttown sind eher bodenständig und direkt, The Fall und Top of the Lake etwas atmosphärischer und langsamer erzählt. Unbelievable liegt dazwischen und eignet sich gut, wenn man nicht zu viele Folgen am Stück schauen will.

Alle fünf Serien zeigen, dass ein Krimi nicht zwingend auf einen einsamen männlichen Helden angewiesen ist, um zu funktionieren. Wer von den immer gleichen Mustern genug hat, findet hier eine Alternative, ohne auf Spannung verzichten zu müssen.

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