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Sieben Serien für dunkle Herbstabende auf der Couch

Diese sieben Serien passen zu langen Abenden, wenn es draußen früh dunkel wird und man Zeit zum Reinsetzen hat.

· 3 Min. Lesezeit

Wenn es draußen um sechs schon dunkel ist, will man keine Serie anfangen, die sich erst nach drei Folgen entscheidet, ob sie gut wird. Diese Auswahl funktioniert auch dann noch, wenn der Herbst längst vorbei ist. Es geht um Serien mit Sog, nicht um Berieselung nebenbei.

Für Krimi-Abende mit Grübelfaktor

"The Wire" bleibt eine der am dichtesten erzählten Krimiserien überhaupt. Jede Staffel nimmt sich ein anderes System vor: Drogenhandel, Hafenarbeit, Politik, Schulen, Presse. Wer die ersten drei Folgen durchsteht, bleibt meistens bis zum Ende.

"Fargo" funktioniert anders als der Film, auf dem der Titel basiert. Jede Staffel erzählt eine eigene Geschichte, mit eigenem Cast und eigenem Schauplatz. Der trockene Humor zwischen den Gewaltszenen macht die Serie erträglich, ohne dass sie ihre Härte verliert.

Für alle, die deutsche Produktionen mögen

"Dark" ist ein deutscher Serienexport, der international Beachtung gefunden hat. Zeitreisen, ein kleines Dorf, mehrere Generationen einer Handvoll Familien. Man braucht Geduld und wahrscheinlich einen Notizzettel für die Verwandtschaftsverhältnisse, aber die Auflösung lohnt sich.

"Babylon Berlin" spielt in der Weimarer Republik und verbindet Krimihandlung mit einem sehr genauen Blick auf das Berlin der späten Zwanzigerjahre. Ausstattung und Kameraarbeit heben sich deutlich von vielen anderen deutschsprachigen Produktionen ab.

Für lange, ruhige Abende ohne Eile

"Broadchurch" erzählt den Mord an einem Kind in einer englischen Kleinstadt und die Art, wie ein Verbrechen eine ganze Gemeinde verändert. Die Serie nimmt sich Zeit für ihre Figuren, was sie langsamer, aber auch dichter macht als klassische Krimikost.

"Better Call Saul" ist als Prequel zu "Breaking Bad" entstanden, funktioniert aber auch unabhängig davon. Der Aufbau ist bewusst langsam, die Dialoge sind präzise geschrieben. Wer schnelle Schnitte erwartet, wird enttäuscht. Wer Charakterentwicklung mag, bleibt dran.

Für einen Abend mit weniger Anspruch

"Broadchurch" und "Dark" verlangen Aufmerksamkeit. Manchmal will man das abends nicht. Dafür eignet sich "Midsomer Murders" (im Deutschen als "Inspector Barnaby" bekannt): Mordfälle in britischen Dörfern, ein fester Ablauf, keine großen Überraschungen bei der Erzählstruktur. Genau das macht die Serie zum guten Hintergrundprogramm für Abende, an denen der Kopf schon leer ist.

Wie man aus dieser Liste auswählt

Nicht jede Serie passt zu jedem Abend. Ein paar Anhaltspunkte:

  • Wer noch Konzentration übrig hat, greift zu "The Wire" oder "Dark".
  • Wer den Tag hinter sich lassen will, ist mit "Inspector Barnaby" besser bedient.
  • Wer Lust auf deutschsprachige Produktionen hat, findet in "Babylon Berlin" mehr Substanz als in den meisten aktuellen Neuerscheinungen.
  • Wer eine Serie mit klarem Ende sucht, ist bei "Fargo" richtig, weil jede Staffel für sich abgeschlossen ist. Das erspart die Sorge, sich auf eine Geschichte einzulassen, die nie fertig erzählt wird.

Ein Wort zur Verfügbarkeit

Welche dieser Serien gerade bei welchem Anbieter läuft, ändert sich regelmäßig. Es lohnt sich, vor dem Serienstart kurz in der App des eigenen Streamingdienstes nachzusehen, statt sich auf alte Angaben zu verlassen. Manche Titel wandern zwischen Anbietern, andere verschwinden zeitweise ganz aus dem Angebot.

Fazit

Lange Abende sind kein Grund, wahllos durch Vorschläge zu scrollen. Eine gute Krimiserie mit klarer Struktur, ein deutscher Titel mit Anspruch oder eine ruhige britische Mordserie zum Nebenherschauen: Mit dieser Auswahl kommt man durch mehrere Wochen, ohne jeden Abend neu suchen zu müssen. Wichtiger als die Zahl der verfügbaren Titel ist ohnehin, ob eine Serie zum eigenen Zustand am Abend passt. Manchmal will man mitdenken, manchmal einfach nur sitzen bleiben.

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